Eishockey-ABC für Eltern

Die Begriffe, die Eltern am Spielfeldrand, auf Spielplänen und im Vereins-Chat begegnen, kurz erklärt. Viele Regeln legt jeder Landesverband selbst fest. Wo wir eine Regel nennen, steht dabei, für welchen Verband sie gilt und woher sie stammt.
Alter, Mannschaft, Verein
Altersklassen (U7 bis U20)
Im Nachwuchs spielen Kinder nach Jahrgängen eingeteilt in Altersklassen. „U11“ heißt „unter 11“.
| Klasse | Alter Name | Jahrgänge 2026/27 |
|---|---|---|
| U20 | Junioren | 2007, 2008, 2009 |
| U17 | Jugend | 2010, 2011 |
| U15 | Schüler | 2012, 2013 |
| U13 | Knaben | 2014, 2015 |
| U11 | Kleinschüler | 2016, 2017 |
| U9 | Kleinstschüler | 2018, 2019 |
| U7 | – | jünger als U9 |
Die Jahrgänge rutschen jede Saison eine Klasse weiter.
Quelle: DEB, Altersklassen Saison 2026/27
Jahrgang, älterer und jüngerer Jahrgang
Das Geburtsjahr entscheidet, in welcher Altersklasse ein Kind spielt. Meist umfasst eine Klasse zwei Jahrgänge.
Kleinstschüler, Kleinschüler, Knaben, Schüler, Jugend, Junioren
Die alten Namen der Altersklassen. Auf Spielplänen und in Vereinen stehen sie noch oft.
Quelle: DEB, Altersklassen Saison 2026/27
Spielgemeinschaft (SG)
Mehrere Vereine stellen gemeinsam eine Mannschaft für eine Altersklasse.
Heimspielstätte und SG-Spielort
Die Heimspielstätte ist die Halle, in der ein Verein seine Heimspiele austrägt. Ein SG-Spielort ist eine Halle, in der eine Spielgemeinschaft mit diesem Verein spielt.
Hochspielen (Hochspieler)
Ein Kind spielt zusätzlich in der nächsthöheren Altersklasse mit. Im Regelwerk heißt das „Hochspieler“, das Gegenstück „Runterspieler“.
Quelle: BEV-Durchführungsbestimmungen 2026/27 (Bayern), Ziffer 3.1.7
Mädchen in Jungenteams
Im Nachwuchs spielen Mädchen meist gemeinsam mit Jungen in einer Mannschaft.
Quelle: BEV-Durchführungsbestimmungen 2026/27 (Bayern)
Spielerpass und Spielberechtigung
Damit ein Kind in Meisterschaftsspielen eingesetzt werden darf, braucht es eine gültige Spielberechtigung des Verbands.
Mannschaftsführer (C und A)
Das „C“ auf dem Trikot trägt der Kapitän, das „A“ tragen seine Stellvertreter. Sie sprechen auf dem Eis mit den Schiedsrichtern.
Spielformen und Spielbetrieb
Kleinfeld
Die Jüngsten spielen auf verkleinerten Feldern, damit jedes Kind öfter an die Scheibe kommt.
Quelle: BEV, Organisation Kleinfeldspielbetrieb U11, Stand 23.09.2026
Querfeld
Die Eisfläche wird quer geteilt. Auf jeder Hälfte läuft ein eigenes kleines Spiel.
Quelle: BEV-Durchführungsbestimmungen 2026/27 (Bayern); BEV, Organisation Kleinfeldspielbetrieb U11, Stand 23.09.2026
Großfeld
Gespielt wird auf der ganzen Eisfläche, wie bei den Erwachsenen.
Quelle: BEV, Organisation Kleinfeldspielbetrieb U11, Stand 23.09.2026
Blockzwang
Die Mannschaft ist in feste Blöcke eingeteilt, die nacheinander aufs Eis gehen. So spielen alle Kinder etwa gleich viel, nicht nur die Stärksten.
Quelle: BEV-Durchführungsbestimmungen 2026/27 (Bayern)
Block (Reihe) und Wechsel
Ein Block ist die Gruppe von Spielern, die gemeinsam auf dem Eis steht. Beim Wechsel kommt der nächste Block.
Quelle: BEV, Organisation Kleinfeldspielbetrieb U11, Stand 23.09.2026
Meisterschaftsspiel (Ligaspiel)
Ein Spiel, das für die Tabelle zählt.
Quelle: BEV, Organisation Kleinfeldspielbetrieb U11, Stand 23.09.2026
Freundschaftsspiel
Ein Spiel ohne Wertung für die Tabelle, zum Üben oder gegen Teams aus anderen Regionen.
Quelle: BEV, Organisation Kleinfeldspielbetrieb U11, Stand 23.09.2026
Turnier und Spielfest
Mehrere Mannschaften treffen sich an einem Ort und spielen kürzere Spiele gegeneinander, oft einen halben oder ganzen Tag lang.
Brutto- und Nettospielzeit
Bei Nettospielzeit steht die Uhr bei jeder Unterbrechung, bei Bruttospielzeit läuft sie durch.
Quelle: BEV-Durchführungsbestimmungen 2026/27 (Bayern)
Drittel
Ein Spiel besteht normalerweise aus drei Abschnitten mit Pausen dazwischen.
Quelle: BEV, Organisation Kleinfeldspielbetrieb U11, Stand 23.09.2026
Spielbericht
Das offizielle Protokoll eines Spiels mit Aufstellung, Toren, Strafen und Ergebnis, heute meist digital.
Was passiert auf dem Eis?
Bully
Der Schiedsrichter wirft die Scheibe zwischen zwei Spielern ein, die um sie kämpfen. So beginnt das Spiel, und so geht es nach Unterbrechungen weiter.
Abseits
Ein Angreifer darf nicht vor der Scheibe über die blaue Linie ins Angriffsdrittel fahren.
Icing (unerlaubter Weitschuss)
Schießt eine Mannschaft die Scheibe aus der eigenen Hälfte über die gegnerische Torlinie, wird abgepfiffen und vor ihrem eigenen Tor neu angespielt.
Strafbank und Strafen
Bei Regelverstößen muss ein Spieler auf die Strafbank: bei einer kleinen Strafe 2 Minuten, bei einer großen 5 Minuten.
Quelle: BEV, Organisation Kleinfeldspielbetrieb U11, Stand 23.09.2026
Überzahl und Unterzahl (Powerplay)
Sitzt ein Spieler auf der Strafbank, spielt seine Mannschaft mit einem weniger in Unterzahl. Der Gegner hat Überzahl, auch Powerplay genannt.
Penalty
Ein Spieler läuft allein auf den Torhüter zu und versucht zu treffen, nach bestimmten Fouls oder als Penaltyschießen bei Gleichstand.
Quelle: BEV, Organisation Kleinfeldspielbetrieb U11, Stand 23.09.2026
Bodycheck und Körperkontakt
Ein Bodycheck ist ein gezielter Körpereinsatz gegen den Gegner mit der Scheibe. Körperkontakt im Kampf um die Scheibe ist etwas anderes und gehört zum Spiel.
Körperloses Eishockey
Gespielt wird ohne Bodychecks. Absichtliches Rempeln wird bestraft.
Quelle: BEV, Organisation Kleinfeldspielbetrieb U11, Stand 23.09.2026
Time-out
Eine Mannschaft darf das Spiel einmal kurz unterbrechen, um etwas zu besprechen.
Quelle: BEV, Organisation Kleinfeldspielbetrieb U11, Stand 23.09.2026
Torhüter und Torhüterwechsel
Der Torhüter (Goalie) trägt eine eigene, dickere Ausrüstung und darf die Scheibe fangen.
Quelle: BEV, Organisation Kleinfeldspielbetrieb U11, Stand 23.09.2026
Ausrüstung
Vollgesichtsschutz (Gitter)
Ein Gitter oder Vollvisier am Helm, das das ganze Gesicht schützt.
Quelle: BEV-Durchführungsbestimmungen 2026/27 (Bayern), Ziffer 4.1.7
Visier
Ein durchsichtiger Schutz, der nur die obere Gesichtshälfte bedeckt.
Quelle: BEV-Durchführungsbestimmungen 2026/27 (Bayern), Ziffer 4.1.7
Hals- und Nackenschutz
Ein schnittfester Kragen oder ein Shirt mit eingearbeitetem Halsschutz, der vor Kufen schützt.
Quelle: BEV-Durchführungsbestimmungen 2026/27 (Bayern), Ziffer 4.1.4
Ohrenschutz
Schalen am Helm, die die Ohren schützen.
Quelle: BEV-Durchführungsbestimmungen 2026/27 (Bayern), Ziffer 4.1.2.1
Zahnschutz
Eine Schiene für die Zähne, am besten individuell angepasst.
Quelle: BEV-Durchführungsbestimmungen 2026/27 (Bayern), Ziffer 4.1.7
Kinnband (Kinnriemen)
Der Riemen unter dem Kinn, der den Helm festhält.
Quelle: BEV-Durchführungsbestimmungen 2026/27 (Bayern), Ziffer 4.1.7
Kufenschoner
Plastikschoner über den Kufen, damit man außerhalb des Eises laufen kann, ohne die Kufen stumpf zu machen.
Schleifen (Schlittschuhe)
Kufen werden mit der Zeit stumpf und müssen regelmäßig geschliffen werden.
Halle und Spieltag
Treffzeit
Die Zeit, zu der das Team vor dem Spiel in der Halle sein soll. Sie liegt deutlich vor dem Spielbeginn.
Kabine und Spielerbank
In der Kabine ziehen sich die Spieler um, auf der Spielerbank warten sie auf ihren Wechsel.
Quelle: BEV-Durchführungsbestimmungen 2026/27 (Bayern), Ziffer 4.5.3
Heimverein und Gastmannschaft
Der Heimverein richtet das Spiel in seiner Halle aus, die Gastmannschaft reist an.
Eisaufbereitung
Eine Maschine glättet zwischen Dritteln oder Spielen das Eis.
Öffentlicher Lauf und Schlägerlauf
Beim öffentlichen Lauf darf jeder gegen Eintritt aufs Eis. Beim Schlägerlauf sind zusätzlich Schläger und Puck erlaubt, teils mit Helmpflicht.
Laufschule
Kurse, in denen Kinder Schlittschuhlaufen lernen. Oft der erste Schritt zum Eishockey.
Stand: · Regeln je Landesverband verschieden, Beispiele aus dem BEV (Bayern)
Quellen & Regelstand
- Deutscher Eishockey-Bund: Altersklassen und Jahrgänge der Saison 2026/27 („Infos“).
- Bayerischer Eissport-Verband, Durchführungsbestimmungen Eishockey 2026/27: Stand 16.07.2026, u. a. Ziffern 3.1.7 (Hochspieler), 4.1 (Schutzausrüstung), 4.5.3 (Kabinenbereich).
- Bayerischer Eissport-Verband, Organisation Kleinfeldspielbetrieb: Altersklasse U11, Stand 23.09.2026: Spielformen, Wechsel, Strafen, körperloses Spiel, Time-out.

